Geschichtliches zum Gasthaus zum KreuzDas Gasthaus zum Kreuz in Dallenwil soll die älteste Wirtschaft im Engelbergertal sein. Der Kunsthistoriker Robert Durrer schreibt, dass das Haus aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts stamme (vermutlich ca. 1570).
Das alte Gasthaus zum Kreuz war eine heimelige Wirtschaft, von Einheimischen und Passanten gleichermassen gerne besucht.
Zuletzt gehörte sie einem leidenschaftlichen Jäger, Walter Rengger-Achermann, der inzwischen verstorben ist. An langen Abenden war in den verrauchten und niedrigen Räumen Jägerlatein die Umgangssprache.
Am 21. März 1975.fasste die Uertekorporation Dallenwil den Beschluss, das Kreuz käuflich zu erwerben und als Gasthaus weiter zu führen.
Um die Geschichte des Hauses zu erhalten, und trotzdem die Anpassungen an die heutigen
Bedürfnisse eines Gastbetriebes zu erreichen, beschloss die Uertekorporation das Kreuz umzubauen und gründlich zu renovieren.
Das Projekt sah vor, den bisherigen Wirtschaftstrakt mit den unter Heimatschutz stehenden drei alten Türen, dem Büffet, dem Kachelofen, einem bemalten Zimmer und dem Wirtschaftsschild in der alten Form bestehen zu lassen. Andererseits gedachte man, den baufälligen Wohntrakt abzureissen und die Wirtewohnung und ein Säli neu aufzurichten.
Ende Dezember 1975 standen dann vom alten Kreuz nicht mehr viel ausser einigen Wänden und Eckbalken. Um in der Gaststube eine etwas normalere Höhe zu erreichen, wurde der Boden abgesenkt und auch der Keller tiefer ausgehoben.
Leitend für die Idee des Planers war die Erhaltung der einfachen heimeligen inneren Atmosphäre sowie der schlichten Gestaltung nach aussen mit der feingegliederten Schindelfassade, die sich harmonisch ins Dorfbild einzufügen versteht.
Der Charakter des neuen Gasthauses zum Kreuz, das am 25. Juni 1976 eröffnet werden konnte, ist stark geprägt von der Jagdleidenschaft seines ehemaligen Besitzers Walter Rengger. Verschiedene bauliche Details, Fotos und Trophäen erinnern an den legendären weit herum bekannten Gastwirt.

Die Gaststube – das heutige Restaurant/Bistro - mit ca. 40 Sitzplätzen wird betont vom antiken Bauernbuffet, einem Prachtstück, sowie vom traditionellen alten Kachelofen mit der Jahrzahl 1716. Die prachtvoll geschnitzten alten Türen bilden den Kontrast zum naturbehandelten tannenen Wand- und Deckentäfer.
Im Engelbergerstübli kann sich eine kleine Gesellschaft von 12 Personen recht wohl fühlen. Mit dem Anbau der Jägerstube wurde ein Gourmet Raum für ca. 25 Gäste geschaffen. Ein weiteres Prunkstück ist die Uertestube, die dem Gast verschiedene Möglichkeiten bietet wie z. B. einen Aperitif bis 24 Personen oder ein exklusives Mittag- oder Nachtessen für 8 Personen. Gleichzeitig besteht durch die verschiedenen Räumlichkeiten die Möglichkeit einer Trennung von Nichtraucher und Raucherzonen.
Die zentrale Buffetanlage bildet in seiner feinen Gliederung das Gegenstück zum antiken Buffet. Zentral zwischen Gaststube und Jägerstube befindet sich auch auf demselben Geschoss die Küche.
Drei gemütliche Doppelzimmer mit Dusche und WC sowie zwei Doppelzimmer mit Etagendusche im Obergeschoss bietet Gästen eine Übernachtungsmöglichkeit. Zusätzlich wurde ein Aufenthaltsraum mit Fernseher, Mini Bar und einer kleinen Küche mit Kühlschrank, Toaster, Kaffee und Teekocher integriert.
Spezielles Augenmerk wurde der Gestaltung der Umgebung des Gasthauses geschenkt. Seine abwechslungsreiche Grünanlage bildet den Rahmen um ein Bauobjekt, das sich sehr gut ins Dorfbild von Dallenwil einzufügen vermag.
Um die Attraktivität des Gasthauses für die Sommermonate noch zu steigern, beschloss die Uertekorporation 1984, auf der Südseite des Restaurants eine Gartenwirtschaft mit ca. 40 Sitzplätzen zu errichten. Im weiteren stehen zehn Boulevardplätze zur Verfügung.
1996 wurde das Gasthaus einer Teilrennovation unterzogen. Es galt den neuesten Vorschriften und Anforderungen gerecht zu werden. Die Küche wurde total erneuert. Zusätzlich wurde im UG ein Vorbereitungsraum für die Warenannahme und für Rüstarbeiten geschaffen. Mit der Neugestaltung der Küche mussten auch die Lüftungsinstallationen erneuert und angepasst werden.
Das Gasthaus zum Kreuz gilt als eines der schönsten Gasthäuser Nidwaldens und der Zentralschweiz. Es wird darum in Fachkreisen nicht zu unrecht als "Bijou Gasthaus" bezeichnet.
Geprägt und weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt, wurde das Gasthaus zum Kreuz durch Christine und Rene Weder-Uhlmann (16 Pkt. im Gault Millau).
In Sachen Qualität knüpfen die heutigen Gastgeber Mike & Ralf Thomas (Vater und Sohn) nahtlos an die Ära „Weder“ an.
Unterschiede bestehen in der Themenwahl – die heutige Küche ist eine mediterrane, saisonorientierte Küche – und in der Preispolitik – auch Gäste mit kleinerem Budget kommen auf ihre Rechnung.